Zum Abschluss seiner fünftägigen Indienreise hat Ministerpräsident Boris Rhein, der von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet wurde, ein positives Fazit gezogen: „Unser Aufenthalt in Indien war sehr erfolgreich. In Gesprächen mit wichtigen Politikern und Wirtschaftsführern haben wir die Basis für eine gewinnbringende Zusammenarbeit gelegt.“
Hessen will wirtschaftlich enger mit dem 130 Millionen Einwohner zählenden indischen Bundesstaat Maharashtra zusammenarbeiten: Ministerpräsident Rhein und Maharashtras Chief Minister Devendra Fadnavis haben dazu in Mumbai eine Gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Der Regierungschef verwies auf die Gemeinsamkeiten: „Hessen und Maharashtra teilen nicht nur grundlegende Werte wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und eine regelbasierte internationale Ordnung – beide Regionen sind auch die wirtschaftlichen Kraftzentren ihres Landes. Mit der gemeinsamen Absichtserklärung legen wir das Fundament für eine konkrete, zukunftsorientierte Partnerschaft.“ Auch in Finanzwirtschaft und Forschung will Hessen die Zusammenarbeit deutlich verstärken. Ministerpräsident Rhein besuchte in Mumbai die Börse NSE und warb dort für eine stärkere Vernetzung.
Bei Gesprächen in Neu-Delhi mit dem Minister für Handel und Industrie, Piyush Goyal, und dem Minister für Kompetenzentwicklung und Unternehmertum, Jayant Chaudhary, hatte Ministerpräsident Rhein zuvor das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien gelobt: „Das Abkommen ist sehr wichtig für unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Freier Handel schafft Chancen. Freier Handel schafft Vertrauen. Und beides schafft Stabilität und Wohlstand.“ Das Freihandelsabkommen senkt Importzölle nach Indien auf mehr als 90 Prozent der Waren. Es soll Anfang 2027 in Kraft treten.